[PINGUIN] Vorstellung und Anfängerfragen
Henning Oschwald
listmail at hoschwald.de
Mi Nov 21 15:12:25 CET 2007
Huhu Alex,
On Setting Orange, day 33 of The Aftermath 3173, Alex Westphal wrote:
> Um 11:55 war zu lesen:
>> Nicht hardwareseitig, darum muß es eben vor der Ausgabe softwareseitig
>> vom Soundsystem erledigt werden.
>
> Verstehe. Ich habe eine USB-seitige Extigy von Creative. Geht die auch?
Tantchen Google behauptet ja.
> Open Office:
>> Ja, ohne gehts leider nicht.
>> Unter Debian läuft es natürlich schon, allerdings reicht das Grundsystem
>> nicht aus, da es wie gesagt ein Grundsystem ist und somit keinen
>> graphischen Desktop enthält, den muß man nachinstallieren.
> Hab ich auch verstanden. Aber ist denn der Grafische Desktop von Debian,
> bzw den man nachinstallieren kann, auch gut mit Orka nutzbar?
Aufgrund der großen Auswahl gibt es nicht _den_ graphischen Desktop
unter Linux - Gnome, KDE, XFCE, um nur mal die bekanntesten zu
nennen. Viele Distributionen installieren eine bestimmte graphische
Umgebung standardmäßig mit, um dem Anwender die Entscheidung zu
erleichtern. Das trifft vor Allem auf einsteigerfreundlichere
Distributionen wie z. B. Suse oder Ubuntu zu. Auf Wunsch kann aber auch
in diesen Distributionen eine andere Desktopumgebung installiert
werden. Debian macht da weniger Vorgaben und überlässt dem Nutzer die
Einstellung. Viele der Vorteile die "benutzerfreundliche" Distributionen
für Sehende haben, bringen uns allerdings nichts und sind für uns unter
Umständen sogar von Nachteil (Beispiel Suse.)
Für uns ist bisher nur Gnome nutzbar, sowie Programme, die auf der
GUI-Bibliothek GTK basieren. von KDE, bzw. QT basierten Programmen sind
wir momentan noch ausgesperrt, was sich hoffentlich in absehbarer Zeit
ändert.
> Ich hab noch ein wenig Probleme, auseinander zu halten, was da jetzt
> der Unterschied zu Ubuntu wäre. OK, das ist eine eigene Dist, aber
> sonst?
Ubuntu basiert auf Debian, bzw. ist von Debian abgeleitet. Genau wie
auch Knoppix, GRML, Canotix und viele Andere. Das Ziel von Ubuntu ist
einfach, den User nicht mit dem Umfang von Debian zu erschlagen, sondern
ein komplettes Desktopsystem zu liefern, mit einer sinnvollen
Programmauswahl. Natürlich kann man aber auch unter Ubuntu weitere
Software nachinstallieren. Generell kann man mit Debian ebenso ein
"benutzerfreundliches" Desktopsystem hochziehen wie man auch unter
Ubuntu auf der Textkonsole arbeiten kann. Das ganze ist eigentlich eine
reine Geschmacksfrage. Da spielen auch die Releasezyklen mit: Wärend
Debian ca. alle 18 Monate ein neues Release rausbringt und zwischendurch
lediglich Sicherheits- und Bugfix Updates herausgibt, erscheint von
Ubuntu alle 6 Monate eine neue Version. Ganz grob gesagt hat Debian eher
Stabilität als Ziel, Ubuntu dagegen eher Aktualität und
anfängerfreundlichkeit. Wer allerdings Debian nutzen möchte und trotzdem
neuere Programme nutzen muß/möchte als die im stabilen Zweig
vorhandenen, der kann das auch, indem er entweder Backports nutzt oder
den Testing oder Unstable-Zweig nutzt.
Das war jetzt vielleicht ein wenig viel, aber Du hast ja gefragt. :-)
Mehr Infos zu diesem Thema gibts auf <http://www.debiananwenderhandbuch.de>.
Gruß
Henning