[PINGUIN] Vorstellung und Anfängerfragen
Sebastian Dellit
sebo at blindzeln.de
Mo Nov 19 05:51:08 CET 2007
Hallo Alex und Leser und Leserinnen,
am Montag, 19. November 2007 um 01:23 meinte Alex Westphal u. a.:
> Ich bin Alex, möglicherweise bin ich schon bekannt...Danke fürs rein
> lassen!
Herzlich Willkommen, das gilt auch für die anderen "Neuankömmlinge".
:-)
> 1. Welches Linux ist geeignet für Blinde, sprich welches läßt sich ohne
> Sehvermögen und Schwierigkeiten wunderbar installieren? Da gibts ja
> Ubuntu, Dibean...Öm...Oder so ähnlich...Und lauter solches Zeuch.:-) Was
> ist davon gut? Das geht schon gut los! Nich?
Ich persönlich nutze auf all meinen Systemen ein "reines" Debian.
> 2. Welche Konstallation ist zu empfehlen? Also wie viel GB Speicherplatz
> braucht Linux? Sebo sagte mir schon, 2GB muß man für die Auslagerung
> rechnen.
Ich sagte, max. 2 GB. Ich gebe meinen SWAP Partitionen eben immer 2
GB, was IMHO der Höchstwert ist. So brauche ich mir, was das angeht,
keinen Kopf zu machen. Um so mehr physischen Speicher du hast, um so
weniger wird SWAP genutzt und um so weniger braucht man in der Regel.
> 3. Kann ich eine Partition, die ja schon ein Teil einer aufgeteilten
> Platte ist, umformatieren und verwenden, ohne den anderen Teil zu
> beschädigen? Also kann ich eine physische Platte, aufgeteilt in zwei
> Partitionen, unterschiedlich formatieren und auf eine dann Linux packen?
Ich mach so etwas immer mit Partition Magic. Dateien auslagern,
Platten/Partitionen zurecht machen, Dateien zurückspielen.
> 3. Das ist eigentlich die wichtigste Frage...Wenn wir mal davon
> ausgehen, daß ich nur mit Braillezeile arbeiten werde, auch wenn es Orka
> gibt, wie sieht es denn mit Baumzeilen vom Typ Vario aus? Werden die
> unterstützt?
Ja, bei brltty ist das z. B. der Treiber "bm". Auch SBL unterstützt
die Vario Zeile. Ich persönlich habe hier die Vario 40 mit beiden SR im Einsatz.
> 4. Was muß ich über Linux alles wissen? Ich hör immer was von Kernel und
> kompilieren und dies und jenes...
Mit dem kompilieren wirst du dich früher oder später beschäftigen
müssen. Der Kernel ist quasi das Herz des Systems, er arbeitet direkt
mit der Hardware. Das Kompilieren eines Kernels und das damit
zusammenhängende patchen etc. brauchst du vermutlich am Anfang nicht.
Ich konnte bisher immer drum-rum kommen. :-) Solange du die Pakete, die
du installieren willst, als .deb Paket (das ist das Format, welches
Debian Pakete nutzen) vorliegen hast, brauchst du auch keine Pakete
selber zu bauen. Wenn du jedoch Software installieren willst, die
nicht als .deb vorhanden sind, dann wirst du das wohl müssen.
Debian Pakete findest du z. B. auf:
http://packages.debian.org
Verschiedene Quellen (für die sources.list) findest du z. B. auf:
http://www.apt-get.org
Einen Großteil der Software findest du in der Regel im Debian repo,
damit kannst du es über die Paketverwaltung von Debian (aptitude)
installieren.
Aber dazu kommen wir vermutlich später. :-)
Was zu empfehlen ist, wäre z. B.:
http://www.debiananwenderhandbuch.de
--
Viele Grüße Sebastian
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