[PINGUIN] cron.d oder cron.daily?
Henning Oschwald
listmail at hoschwald.de
Die Okt 17 12:38:28 CEST 2006
Hallo Sebastian,
Am Dienstag, 17. Oktober schrieb Sebastian Dellit:
> unter /etc gibt es bei Debian sowohl cron.d als auch cron.daily.
Nicht zu vergessen:
cron.hourly, cron.weekly, cron.monthly, etc.
> Warum? Ist eines davon noch von älteren releases?
Nein, die sind alle noch im Gebrauch.
Wenn Du z. B. ein Script in cron.daily kopierst oder einen Symlink auf
ein Script dort erstellst, wird das Script täglich ausgeführt. Gleiches
gillt entsprechend für Hourly, monthly, etc.
Dateien in /etc/cron.d hingegen sind nach der crontab-Syntax aufgebaut,
der Zeitpunkt, zu dem der jeweilige Cron-Job ausgeführ twird, wird
demnach in der jeweiligen Datei selbst festgelegt.
Einen Job, der alle 10 Min. meine Mails holt, würde ich demnach in
/etc/cron.d ablegen (oder eben in der userspeziefischen crontab), einen
Job, der z. B. einmal am Tag alte Newsbeiträge löscht, wäre ein Fall für
/etc/cron.daily.
> Welches wird heutzutage genutzt? Kann das andere gelöscht werden? Oder
> sind diese beiden Verzeichnisse nicht beide für tägliche Scripte
> gedacht?
Nein, das .d steht nicht für daily, sondern für directory. Solche
.d-Verzeichnisse findet man sehr häufig bei Debian, wenn versucht wird,
große Konfigurationsdateien in kleinere Dateien aufzuspalten. Solche
.d-Verzeichnisse werden dann mit dem Script run-parts abgearbeitet.
Andere Beispiele, die diesen Mechanismus nutzen sind:
/etc/Muttrc.d, /etc/modprobe.d, /etc/logrotate.d,
/etc/bash_completion.d.
> Wollte mein kleines hübsches Script gern über Cron laufen lassen, aber
> das zur Abwechslung ohne crontab zu bemühen. ;-)
Dann kopiere es nach /etc/cron.daily oder setze einen Symlink dort hin.
Gruß & HTH
Henning
--
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