[PINGUIN] Partitionsfrage
Ali Guerler
mail at guerler.net
Son Aug 13 19:35:38 CEST 2006
Hi Henning,
Am Sonntag, 13. August 2006 um 18:28 schrieb Henning Oschwald:
> Auch wenn ich nicht Jens bin...:
Das ist - in der Tat - sehr tragisch, werde ich aber schon überstehen
können. ;-)
>>> Die UNterschiede treten erst bei starker Nutzung zu tage. Jedes
>>> Dateisystem funktioniert unter bestimmten Nutzungsprofilen besser.
>> Das habe ich gelesen. Aber was nutzt Du beispielsweise denn für
>> eine Partition auf Deiner Kiste, und gibt es einen bestimmten
>> Grund, warum Du was nutzt?
> Ich verwende hier teilweise ReiserFS und teilweise XFS, da beide
> Dateisysteme Journaling beherrschen.
Was ist denn "journaling"? Okay, ich schaue nachher auch nochmal im
Internet nach. :-)
> Ext3 kann das zwar auch, allerdings ist Ext3 in manchen Situationen
> weniger performant.
Welche Situationen mögen das sein? Du schreibst, daß Du XFS und
reiserfs nutzt. Wann nutzt Du denn was? Oder ganz konkret: was sollte
ich nutzen?
>> Und unterscheidest Du bei den Partitionstypen, was Deine
>> Nutzpartition und Deine Bootpartition angeht?
> Für die Bootpartition würde ich ext2 verwenden. Journaling und hohe
> performanz sind da nicht wichtig und die Wahrscheinlichkeit, daß der
> Kernel mit dem Dateisystem was anfangen kann ist bei Ext2 am
> größten.
Das klingt so, als ob es sich bei ext2 um ein älteres Dateisystem
handelt. Der Kernel kann also nicht mit allen Dateisystemen arbeiten?
> Auf meinem Server habe ich neben der Rootpartition noch eine Boot-
> und eine Homepartition, auf dem Arbeitsrechner habe ich keine
> gesonderte Bootpartition.
Okay, was für ein Server ist das?
>> Wieviel sollte man der Bootpartition schenken?
> 30 MB sollten reichen.
Gut, und daß es sich bei der entsprechenden Partition um eine
Bootpartition handelt, wird vermutlich in der fstab definiert, oder?
Würde sich der Bootmanager auch automatisch in die Bootpartition
installieren, oder müßte man das explizit einrichten, falls ja, wie?
>>> Die Reihenfolge der Partitionen spielt IMHO keine Rolle.
>> Da habe ich mal gelesen, daß man da die magische Zahl 1024 der
>> Zylinder beachten sollte, damit die Kiste noch bootet, was aber
>> wohl eher mit alten Bios' auftreten soll.
> Das trifft aber nur auf sehr alte Biosversionen zu. Allerdings
> konnten Lilo und Grub eine Weile lang nicht von partitionen booten,
> die nach dem Zylinder 1023 angefangen haben (8 GB Grenze). Lilo und
> Grub kennen aber seit mehreren Jahren die Option lba32, die dieses
> Problem löst. Ist heutzutage kein Problem mehr.
Danke für diese Info.
>> Wie sage ich denn aptitude, wohin mir der Kernel installiert werden
>> soll?
> Gar nicht. Der Kernel wird immer nach /boot installiert.
Was in der fstab steht?
> Allerdings kann /boot entweder ein Verzeichnis auf der Rootpartition
> sein, oder eine gemountete Bootpartition. Im Endeffekt macht das
> keinen Unterschied, außer daß die Dateien eben auf einer anderen
> Partition liegen.
Okay, verstehe.
>> Momentan habe ich zwei Partitionen: eine Swap und eine ext3. Dort
>> liegt bisher alles. Und wenn ich nun aptitude install
>> linux-image-2.6.16-2-686 eingebe, wird mir der Kernel natürlich auf
>> die ext3 geschmissen, wo sich auch das andere Zeug befindet.
> Genau. Wenn Du jetzt alles schon eingerichtet und partitioniert
> hast, lohnt es sich IMHO auch nicht, jetzt noch Platz für eine
> Bootpartition zu schaffen.
Och, ist eine schöne Fingerübung für Anfänger. :-)
> So richtig sinnvoll ist eine separate Bootpartition eh erst, wenn Du
> mehrere Partitionen hast, von denen Du ein unixoides Betriebssystem
> booten willst.
Was meint "unixoid"?
> Gruß
> HEnning
--
Grüße,
ALi