[ECHO] Die große aStrid lIndrennacht - Meine persönlichen Eindrücke

Daniel Miskulnig daniel.miskulnig at ktn.gv.at
Mo Nov 19 11:32:42 CET 2007


Hallo Liste,

Ich denke da wir uns so ausführlich mit diesem Ereignis befasst haben 
sollten wir jetzt mal auf Freitagncht zurückblicken, und vielleicht auch 
die eine oder andere Kritik äußern, sofern vorhanden.

Meine Eindrücke: Ich habe die Hörspielnacht über den Internetlivestream 
von WDR 5 verfolgt, weil der qualitativ gut ist und wirklich gut 
funktioniert.

Dort gab es erstmal eine wirklich nette Einleitung aus dem Studio in Köln. 
Anschließend die Schaltung nach München und den für diese Nacht kreierten 
"Lindgrensong". 
Mir persönlich sit er zu rappig und geht ewtwas zu wenig ins Ohr. (Der 
Song zur Piratennacht im letzten Jahr hat mir besser gefallen). Aber 
dieser Titel war ja vor allem für Schüler und nicht für "alte Eisen" wie 
mich konzipiert. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Knirpse 
ihren Spaß damit hatten.

Was danach 5 Stunden lang geboten wurde hat mir insgesamt sehr gut 
gefallen. Einige Kleinigkeiten haben mich gestört, aber das gehört bei so 
einem großen Ereignis wohl dazu. Aber beginnen wir mal mit dem Positiven.

Ich kann von Glück reden, dass ich einen halben Liter Cola geopfert und 
bis 1 Uhr durchgehalten habe. Denn die letzte Sendestunde war für mich mit 
Abstand die Tollste. Da war mal die Geschichte vom kleinen Däumling die 
gut gelesen wurde und mir auch sonst gut gefiel. Das absolute Highlight 
kam für mich jedoch kurz vor Schluss. Nämlich die rund 20 Minuten "Ronja 
Räubertochter.

Laut ARD-Broschüre zur Lindgrennacht wurde dieses Hörspiel vom MDR 1992 
produziert. Das kann ich aber nicht wirklich glauben. Es handelt sich 
nämlich eindeutig um jene Version, die ich früher mal hatte und seit 
Jahren verzweifelt suche. Mit Susanna Bonascweicz als Ronja und Joachim 
Notke als Erzähler. (War ein Zweiteiler und ich bilde mir sogar ein, dass 
der zu einem Film gehörte).

Und wenn das Ding wirklich entgegen meiner Vermutung vom MDR 1992 
produziert wurde dann am Anfang des Jahres.
Begründung: Ich habe es am 2.6.1992 zum Geburtstag auf Kassette geschenkt 
bekommen. Ich werde mal den MDR eine Mail schreiben mit der Bitte das Werk 
komplett auszustrahlen.

Wirklich gut hat mir auch gefallen, wie 5 Kinder aus Deutschland über 
Telefon gemeinsam den Pippisong spielten.
Auch die Idee zur Schaltung in diverse Schulen zur vollen Stunde fand ich 
gut.
Allerdings finde ich man hätte etwas weniger Musik spielen und dafür pro 
Stunde in eine Schule schalten sollen.
(Gleich 2 Songs von Abba mußten wohl nicht sein. Zumal die meisten Zuhörer 
zur Aktivzeit von Abba ncoh gar nicht existierten).

Gut gefallen haben mir auch die O-Töne von Lindgren und die Erzählungen 
von einigen Personen, welche Erinnerungen sie mit den Büchern von Lindgren 
verbinden.
(Besonders spannend fand ich, wie jemand so schwärmerisch von Bullerbu 
reden könnte. Das Buch habe ich bei der Hälfte weggelegt, weil es mir zu 
langweilig war).

Die Tante Moni hätte man aus meiner Sicht aber weglassen können. Die 
Sprach viel zu schnell, und die Fehler waren mir etwas zu "künstlich"
Von den Socken gehauen hat mich, als ich kurz vor Mitternacht hören 
musste, dass sich ein Vierjähriger im Chatroom tummelte. (Ich finde Kinder 
die noch nicht mal normal schreiben können haben in Chatrooms nichts 
verloren!).

Alles in Allem eine wirklich gute Produktion wobei mir aber die 
Piratennacht im letzten Jahr noch ein bißchen besser gefallen hat.

L.G. Daniel