[ECHO] Hörspiele bei MDR FIGARO im Juni 2006

Ronny Rahde ronny.rahde at blindzeln.de
Sam Jun 3 21:49:12 CEST 2006


Hörspiele bei MDR FIGARO im Juni 2006

FIGARINOS KINDERHÖRSPIEL

Sonntag, 04.06.¸08.05 Uhr / 55‘00
Kindertag bei FIGARO
Figarinos Fahrradladen Extra
darin:
ERICH KÄSTNER ERZÄHLT MÜNCHHAUSEN
Das Pferd auf dem Kirchturm / Der trinkfeste General / Die zweite Mondreise
Gekürzte Lesung mit Henning Venske
SFB 1978- 14’08

Montag, 05.06. (Pfingstmontag); 08.05 Uhr
DIE NEUE MELUSINE
von Johann Wolfgang Goethe
Rundfunk der DDR 1982- 44’20

Sonntag, 11.06.; 08.05 Uhr
PRINZESSIN HINTER DORNENHECKEN
frei nach den Brüdern Grimm von Katrin Lange
MDR 1992- 54'26

Sonntag, 18.06.; 08.05 Uhr
ALLE MÄUSE MÖGEN KÄSE
von Gyula Urbán
Rundfunk der DDR 1982- 46’00

Sonntag, 25.06.; 08.05 Uhr
RUMPELSTILZCHEN
von den Brüdern Grimm
Funkbearbeitung: Margarete Neumann
Rundfunk der DDR 1961- 44’25


KRIMI

Sonntag, 04.06.; 22.00 Uhr
BLUTSCHRIFT
Nach dem Roman „Judgement in Stone“ von Ruth Rendell
Aus dem Englischen von Edith Walter
SFB-ORB 2002- 52’29

Sonntag, 11.06.; 22.00 Uhr
DER TOTE AUS DER THEMSE
von Ken Kaska
RB 1961- 40'45

Sonntag, 18.06.; 22.00 Uhr
SO BLOND, SO SCHÖN, SO TOT
von Gert Prokop
SFB 1995- 51’42

Sonntag, 25.06.; 22.00 Uhr
Zum 65. Geburtstag von Otto Sander am 30. Juni - als Cyrus und Harry
Armstrong in:
DROHUNG BEI MONDLICHT
von Patrick Hamilton
MDR 1992­-  54’29


HÖR-SPIEL-ZEIT

Dienstag, 06.06.; 22.00 Uhr
Zum 60. Todestag von Gerhart Hauptmann:
EINSAME MENSCHEN
von Gerhart Hauptmann
SFB 1962- 71’30

Dienstag, 13.06.; 22.00 Uhr
Prix Europa 2005:
IM KROKODILSUMPF
von David Zane Mairowitz
RBB 2004.- 48’26

Dienstag, 20.06.; 22.00 Uhr
Zum 65. Geburtstag von Dieter Mann am 20. Juni:
EHRENHÄNDEL
von Günter Kunert
Rundfunk der DDR 1972- 59’40 / MONO

Dienstag, 27.06. 22.00 Uhr
Klassik: Jetzt!
DER HOFMEISTER oder VORTEILE DER PRIVATERZIEHUNG
von Jakob Michael Reinhold Lenz
MDR 2006- 72’00 / ERSTSENDUNG



KOMÖDIE

Freitag, 09.06.; 22.30 Uhr
Beginn der FIFA-Fußball-WM 2006 (TM) am 09.Juni:
CORDOBA JUNI 13.45 Uhr
von Ror Wolf
HR 1976- 42’20

Freitag, 23.06.; 22.30 Uhr
PLANET PORNO - DIE HEIMATGALA
von Patrick Wengenroth
DLR Kultur 2005-  52'26






Sonntag, 04.06.¸08.05 Uhr / 55‘00
Kindertag bei FIGARO
Figarinos Fahrradladen Extra

Kindertag-Entdeckungstour
Mit Kinderreportern unterwegs in der 800 Jahre alten Stadt Dresden

darin:
ERICH KÄSTNER ERZÄHLT MÜNCHHAUSEN
Das Pferd auf dem Kirchturm / Der trinkfeste General / Die zweite Mondreise
ab 6 Jahren
Gekürzte Lesung mit Henning Venske

Dauer: 	14’08
Produktion: 	SFB 1978

Dresden feiert sein 800. Stadtjubiläum. Anlass genug für die Kinderreporter
aus Halle, sich im „Elbflorenz“ mal umzusehen. Heute, am KINDERTAG AUF
FIGARO, begeben sie sich zunächst auf die Spuren von August dem Starken,
besichtigen den Zwinger und die Brühlschen Terrassen. Eine Fahrt mit einem
Raddampfer auf der Elbe ist ebenso geplant, wie der Besuch im Zoo, wo im
Februar ein kleiner Elefant das Licht der Welt erblickte. Figarino ist
natürlich auch wieder mit auf Entdeckungstour. Er freut sich besonders auf
das Verkehrsmuseum, wo er sich uralte Fahrräder angucken kann. Und
schließlich sind die Kinder auch beim sächsischen Kultusminister angemeldet.
Von Steffen Flath wollen sie wissen: Was macht so ein Politiker den ganzen
Tag?

Klar, dass man so ein straffes Programm nicht ohne Pause durchhalten kann.
Für gute Unterhaltung zwischendurch ist mit einem Klassiker der
Kinderliteratur gesorgt: Erich Kästner wurde übrigens in Dresden geboren -
am 23. Februar 1899. Kästner studierte nach dem Ersten Weltkrieg
Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen
Tätigkeiten war er auch Theaterkritiker. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29.
Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort unter anderem Feuilletonchef
der „Neuen Zeitung“. Für viele ist Erich Kästner vor allem der Autor von
Kinderbüchern wie „Emil und die Detektive“ oder „Das doppelte Lottchen“.
Dabei hat sich der Dresdner mit seinen zahlreichen Nacherzählungen populärer
Märchen- und Abenteuerstoffe nicht minder verdient gemacht. Sogar dem
legendären Baron von Münchhausen verhalf Kästner zu neuem Glanz. Immerhin
ist Münchhausen der Urvater aller Lügenerzähler, von Janoschs Mäusesheriff
bis zum Käpt'n Blaubär. Was hat er nicht alles für Geschichten erzählt: Dass
er auf einer Kanonenkugel geritten ist, zum Beispiel, oder dass er eine
Reise zum Mond gemacht hat. Der Lügenbold wurde auch einer der berühmtesten
deutschen Kinohelden: Wer hat nicht schon einmal das Bild von dem
Schauspieler Hans Albers gesehen, der als Münchhausen auf der Kanonenkugel
durch die Luft fliegt.

Heute - am KINDERTAG BEI FIGARO - sind drei von Erich Kästner bearbeitete
Münchhausen-Geschichten zu hören: „Das Pferd auf dem Kirchturm“, „Der
trinkfeste General“ und „Die zweite Mondreise“. Es liest Henning Venske in
einer Produktion des Senders Freies Berlin aus dem Jahr 1978.


Sonntag, 04.06.; 22.00 Uhr
Kriminalhörspiel

BLUTSCHRIFT
Nach dem Roman „Judgement in Stone“ von Ruth Rendell
Aus dem Englischen von Edith Walter

Hörspielbearbeitung:	 Barbara Meerkötter
Dauer: 	52’29
Ton: 	Martin Seelig
Regie: 	Barbara Meerkötter
Produktion: 	SFB-ORB 2002

Mitwirkende:
Jacqueline Coverdale	Susanne Lothar
George Coverdale,
Jackie's zweiter Ehemann	Reiner Heise
Giles, Jackie's Sohn	Thomas Gerber
Melinda, George's Tochter	Inka Friedrich
Eunice Parchman, Hausangestellte	Hannelore Hoger
Joan Smith	Heide Kipp

George und Jacqueline Coverdale bewohnen mit ihren halbwüchsigen Kindern
Lowfield Hall, ein großzügiges Herrenhaus im ländlichen Suffolk. Sie sind
gebildet, wohlhabend, überall gut angesehen - und begeisterte
Opernliebhaber. So sitzt die Familie am Abend des 14. Februar, dem
Valentinstag, gemeinsam vorm Fernseher, um sich eine berühmte Don
Giovanni-Inszenierung anzuschauen. Doch noch ehe die Aufführung zu Ende ist,
ereignet sich in Lowfield Hall ein schreckliches Verbrechen - jenes
Verbrechen, das später in die Polizeigeschichte als das St.
Valentins-Massaker eingehen wird.

Ruth Rendell, geboren 1930 in London, auch unter dem Pseudonym Barbara Vine
bekannt, in Großbritannien als Königin der Kriminalliteratur gefeiert,
unbestreitbar eine der großen Autorinnen des modernen englischen
Kriminalromans, ging in London zur Schule, später arbeitete sie zunächst als
Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Kriminalromanen widmete.
Ihr erstes Buch erschien 1964, seitdem hat sie schon über 30 Romane und vier
Bände mit Kriminalgeschichten verfasst. Für ihre in fünfzehn Sprachen
übersetzten Bücher hat Ruth Rendell dreimal den Edgar-Allen-Poe-Preis und
viele andere internationale Ehrungen erhalten.

Barbara Meerkötter, geboren 1964 in Detmold, studierte Germanistik und
Geschichte. Sie arbeitete als Regieassistentin u.a. am Theater Basel, danach
als freie Regisseurin; zuletzt inszenierte sie "India Song" von Marguerite
Duras in Aachen (1999). Sie dramatisierte eigene Prosatexte. Barbara
Meerkötter lebt in Berlin. Sie schrieb mehrere Hörspiele, für SFB-ORB
zuletzt "Second Ending" (2000).


Montag, 05.06. (Pfingstmontag); 08.05 Uhr
Figarinos Kinderhörspiel

DIE NEUE MELUSINE	ab 8 Jahren
von Johann Wolfgang Goethe

Hörspielbearbeitung:	Beatrix Langner
Dauer:	 44’20
Ton: 	Brunhild Thomaß
Komposition: 	Reiner Bredemeyer
Regie: 	Petra Wellner
Produktion: 	Rundfunk der DDR 1982

Mitwirkende:
Melusine	Bärbel Bolle
Barbier	Gerd Grasse
Wirtin	Marianne Wünscher
Kutscher	Klaus Manchen
Eckwald	Christoph Engel

Aus einer verliebten Laune heraus tritt der wandernde Barbier in den Dienst
einer unbekannten Schönen. Ein geheimnisvolles Kästchen, das er in ihrem
Auftrag in eine andere Stadt bringt, entpuppt sich als verkleinerter Palast,
die Schöne als Zwergenprinzessin Melusine. Sie sucht unter den Menschen
einen Mann. Er muss ihrer würdig sein, ihrer Kleinheit nie spotten. Melusine
hält den Barbier für den Auserwählten.


Dienstag, 06.06.; 22.00 Uhr
Hörspiel

Zum 60. Todestag von Gerhart Hauptmann:
EINSAME MENSCHEN
von Gerhart Hauptmann

Dauer: 	71’30
Regie: 	Curt Goetz-Pflug
Produktion: 	SFB 1962

Mitwirkende:
Johannes	Thomas Holtzmann
Anna Mahr	Gisela Uhlen
Käte	Sabine Sinjen
Vockerat	Fritz Tillmann
Frau Vockerat	Trudik Daniel
Pastor Kollin	Paul Günther
Braun	Martin Hirthe
Gertrud	Käte Jöken-König
Frau Lehmann	Ilse Fürstenberg

Der Gelehrte Johannes Vockerat lebt mit seiner Frau Käthe und dem
neugeborenen Sohn in einem Landhaus bei Berlin. Doch das durch die Geburt
des Kindes erhoffte Familienglück will sich nicht einstellen. Johannes
leidet darunter, dass seine bürgerlich-hausbackene Frau ihm kein Partner bei
seiner naturwissenschaftlichen Arbeit sein kann. Von seinen Eltern fühlt er
sich unverstanden und verachtet sie wegen ihrer altmodischen Gepflogenheiten
und Ansichten. Das macht ihn unzufrieden, ungeduldig und reizbar. In dieser
Situation steht plötzlich die russische Studentin Anna Mahr auf der
Durchreise nach Zürich vor der Tür. Emanzipiert, selbstbewusst und
philosophisch bewandert, finden Anna und Johannes eine gemeinsame geistige
Ebene. Aus der anfänglichen Freundschaft wächst durch die intellektuelle
Verbundenheit eine gegenseitige tiefe Liebe. Mit großer Sorge betrachten
alle übrigen Familienmitglieder das Bündnis zwischen Johannes und Anna.
Käthe ist verzweifelt. Für sie wird die Anwesenheit der Studentin
unerträglich. Auf Drängen von Johannes Vaters verlässt Anna Mahr das Haus.
Doch mit ihr schwindet auch Johannes’ Lebenswille. Er sieht keinen anderen
Ausweg, als sich im Müggelsee das Leben zu nehmen.

Gerhart Hauptmann, 15. November 1862 - 6. Juni 1946. Er zählt zu den
bedeutendsten  Vertretern des Naturalismus. „Vor Sonnenaufgang“ (1889) führt
am Berliner Lessing-Theater zu einem handfesten Theaterskandal. 1891 wird
„Einsame Menschen“ an der Freien Bühne Berlin uraufgeführt. Mit den Dramen
„Die Weber“ und „Der Biberpelz“ wird er endgültig zum wichtigsten deutschen
Dramatiker. 1912 wird ihm der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.


Freitag, 09.06.; 22.30 Uhr
Komödie

Beginn der FIFA-Fußball-WM 2006 (TM) am 09.Juni:
CORDOBA JUNI 13.45 Uhr
von Ror Wolf

Dauer: 	42’20
Regie: 	Ror Wolf
Produktion: 	HR 1979

Mitwirkende:
Armin Hauffe
Edi Finger

Eine Sternstunde der Fußballgeschichte: In Cordoba, Argentinien, traten am
21. Juni 1978 bei der Fußballweltmeisterschaft Deutschland und Österreich
gegeneinander an. Zum ersten Mal seit 30 Jahren siegten die Österreicher.
Edi Finger berichtete für den österreichischen Rundfunk aus Cordoba, auf
deutscher Seite war Armin Hauffe am Mikrophon. Aus beiden Radioreportagen
hat Ror Wolf ein Originaltonhörspiel montiert, das die Dramatik dieses
aufregenden Spiels hörbar macht, auch die manchmal unfreiwillige Komik der
Reporterkommentare. "Vorgeführt werden nicht allein zwei Arten, Fußball zu
spielen, sondern auch zwei Arten, Fußball zu kommentieren: Deutschland -
kühl, mit gedämpftem Hochmut. Österreich - leidenschaftlich, mitleidend und
mitsiegend" schreibt Ror Wolf. Ein Hörvergnügen - nicht nur für Fußballfans.

Ror Wolf, geboren 1932 in Thüringen, lebt in Mainz. Schrieb Romane,
Moritaten, Collagen, Lyrik. Zahlreiche Hörspiele, u.a. "Leben und Tod des
Kornettisten Bix Beiderbecke aus Nord-Amerika" (SWF 1987, "Hörspielpreis der
Kriegsblinden"). Nach langer Radio-Abstinenz: "Die Durchquerung der Tiefe in
dreizehn dunklen Kapiteln" (SWF/DLF 1997).


Sonntag, 11.06.; 08.05 Uhr
Figarinos Kinderhörspiel

PRINZESSIN HINTER DORNENHECKEN	ab 6 Jahren
frei nach den Brüdern Grimm von Katrin Lange

Dauer: 	54'26
Ton: 	Evelyn Rühlemann
Komposition: 	Steffen Schleiermacher
Regie: 	Walter Niklaus
Produktion: 	MDR 1992

Mitwirkende:
Die Königin	Ellen Hellwig
Der Frosch 	Walter Jäckel
Der König	Klaus Manchen
Der Koch	Wolfgang Winkler
Die Prinzessin	Beate Kiesant
Der Prinz	Götz Schulte
Der Küchenjunge	Olaf Burmeister
Ein alter Mann	Fred-Arthur Geppert
Erzähler	Eberhard Esche
13 Feen und eine alte Frau	Ramona Libnow, Claudia Wenzel, Barbara Trommer,
	Ute Loeck, Hannelore Schubert, Käthe Koch,
	Ingrid Hille, Marylu Poolman

„Es war einmal eine Königin, die bekam endlich das lang ersehnte Kind und
der König lud zwölf Feen zu seiner Taufe ein, weil er nur zwölf goldene
Teller hatte, und die dreizehnte Fee ergrimmte darüber so sehr,...“ Genau so
geht es zu in Katrin Langes neuer „Dornröschen“-Version - genau so und doch
anders. Geht die Fürsorglichkeit des königlichen Papas nicht doch etwas zu
weit, ist das Mädchen nicht vielleicht deshalb so neugierig auf die Spindel,
weil ihm alles Scharfe und Spitze vorenthalten wird? Als die Dornenhecke
zerfällt und es nach hundertjährigem Schlaf schließlich erwacht, zeigt sich
jedenfalls, dass ihm eine der einstmals zugedachten wohltätigen Gaben immer
noch fehlt: die Zufriedenheit.

Katrin Lange, freie Autorin in Berlin, ist durch ihre Märchenbearbeitungen
für Hörfunk und Schallplatte bekannt geworden.


Sonntag, 11.06.; 22.00 Uhr
Kriminalhörspiel

DER TOTE AUS DER THEMSE
von Ken Kaska

Dauer: 	40'45
Regie: 	Armas Sten Fühler
Produktion: 	RB 1961

Mitwirkende:
Gloucester	Walter Jokisch
Henry	Günter Neutze
Mrs. Stetson	Gerda Gmelin
Stetson jr.	Wolf von Gersum
Evelyn	Helga Keck
Mr. Stetson	Herbert A. E. Böhme
Sir Thomas	Alfred Hansen
Lady Thomas	Helga Graeff

„Alles fauler Zauber“ - schnarrte der Papagei, als Mister Gloucester und
Mister Henry ihren neuen Coup besprachen, den sie an der Londoner Börse
landen wollten. Die beiden hatten am Ufer der Themse den einflussreichen
Industriemagnaten Stetson gefunden und wussten, dass in Börsenkreisen der
Tod dieses Mannes nicht nur mit großer Trauer aufgenommen werden würde,
sondern dass auch die Kurse vieler Börsenpapiere durch dieses Ereignis ins
Bodenlose sinken würden. Doch bevor die leider zu spät benachrichtigte
Polizei feststellen konnte, "Alles fauler Zauber", gelang es den beiden
"ehrlichen Findern", so viel Geld zu verdienen, dass sie sich für ihren
Lebensabend keine Sorgen mehr zu machen brauchten.



Dienstag, 13.06.; 22.00 Uhr
Hörspiel

Prix Europa 2005:
IM KROKODILSUMPF
von David Zane Mairowitz

Dauer: 	48’26
Ton: 	Peter Avar
Regie: 	David Zane Mairowitz
Produktion: 	RBB 2004

Mitwirkende:
Elmo	Martin Reinke
Emily Alintah	Marie-Helene Echard
Abubakar Abubakar	Aloysius Itoka
afrikanische Männerstimme	Missraim Komi Tagbonou
Marion	Regina Lemnitz
Rainer	Joachim Kaps
Felicity Banta	Martha Fessehatzion

Elmo lebt in Hamburg, ist verheiratet, hat einen guten Freund und handelt
erfolgreich mit Autoersatzteilen. Beim Checken seiner E-Mails erreicht ihn
die zunächst harmlos erscheinende Nachricht einer jungen afrikanischen
Witwe, die einen Geschäftspartner im Ausland sucht. Sie möchte kurzzeitig
einige Millionen der von ihrem Mann ererbten Dollars gegen eine hohe
Provision auf seinem Konto parken. Obwohl seine Freunde ihn warnen,
antwortet Elmo spaßeshalber. Informationen werden ausgetauscht und auf
Glaubwürdigkeit geprüft. Er lässt sich auf den Geldtransfer ein und stellt
sein Konto zur Zwischenlagerung von 4 Millionen Dollar zu Verfügung. Doch
bevor der Geldbetrag aus Nigeria überwiesen wird, ist es zunächst Elmo, der
Gebühren an seine ausländischen Partner zahlen muss. Dafür plündert er das
gemeinsame eheliche Konto. Seine Frau hält ihn für verrückt und verlässt
ihn. Durch einen nächtlichen Telefonanruf der vermeintlichen jungen Witwe
baut sich eine persönliche Beziehung zwischen Elmo und der Nigerianerin auf.
Dann hört er von einer Frau, die in Nigeria wegen Ehebruchs gesteinigt
werden soll. Für Elmo ist klar - das ist seine Witwe. Die Möglichkeit des
schnellen Gewinns, die scheinbare Not der jungen Frau, die dunkle Exotik und
Erotik setzen sich in Elmos Kopf fest. Und seine Obsession treibt ihn immer
weiter. Er reist nach Nigeria, um die wahre Geschichte der jungen Frau zu
erfahren und ihr zu helfen. Ohne es zu merken, gerät Elmo in einen
gefährlichen Sog, der ihn in den "Krokodilsumpf" treibt.

David Zane Mairowitz, wurde am 30. April 1943 in New York geboren. Seit 1966
lebt er als freier Schriftsteller in Avignon und Berlin. Mairowitz ist
Übersetzer und Regisseur, schreibt Kurzgeschichten, Bühnenstücke und
arbeitet im journalistischen Bereich. Er ist einer der bekanntesten
Hörspielautoren Europas und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.
a. 1996 „Prix Ostankino“ für „Planet und Asche“, 1997 „Prix Italia“ für „Der
wollüstige Tango“. Sein Stück „Im Krokodilsumpf“ erhielt den Prix-Europa für
das „Beste europäische Hörspiel 2005“.



Sonntag, 18.06.; 08.05 Uhr
Figarinos Kinderhörspiel

ALLE MÄUSE MÖGEN KÄSE	ab 5 Jahren
von Gyula Urbán

Dauer: 	46’00
Ton: 	Helga Schlundt
Komposition: 	Wolfgang Schoor
Regie: 	Ingeborg Medschinski
Produktion: 	Rundfunk der DDR 1982

Mitwirkende:
Carmen Maja Antoni, Kurt Böwe, Käthe Reichel, Werner Senftleben,
Gerd-Michael Henneberg, Heide Kipp, Wolfgang Ostberg, Blanche Kommerell,
Karin Schroth, Ingrid Schwienke

Alle Mäuse mögen Käse, ob sie gewöhnliche graue sind oder weiße vornehmster
Herkunft, und alle Mäuse fürchten den Kater. Gründe genug, möchte man
meinen, dass sich alle Mäuse mögen. Aber wenn sich ein grauer Mäusejüngling
in ein weißes Mäusefräulein verliebt, brechen schier unüberbrückbare
Widersprüche auf - die sich am guten Ende lösen. Ein Märchen, das in sehr
vergnüglicher Form nicht nur Kinder zu gegenseitiger Achtung ermuntern
möchte.


Sonntag, 18.06.; 22.00 Uhr
Kriminalhörspiel

SO BLOND, SO SCHÖN, SO TOT
von Gert Prokop

Hörspielbearbeitung: 	Holger Rink
Dauer:	51’42
Ton: 	Holger König
Regie: 	Holger Rink
Produktion: 	SFB 1995

Mitwirkende:
Maria Baron	Andrea Solter
Hubich	Kay Schulze
Richter	Martin Semmelrogge
Aurich	Gerd Grasse
Charejew	Tayfun Bademsoy
Mohrgarten	Dieter Mann
Pohlmann	Veit Schubert
Bertolucci	Wolfgang Häntsch
Barkeeper	Joachim Kaps
Ärztin	Birgit Frohriep
George Baron	Udo Schenk
ausserdem:	 Eva Blum, Gundula Petrovska, Lothar Förster, Peter Groeger

Eine junge Frau wird in einem gottverlassenen Winkel des Thüringer Waldes
tot aufgefunden. Klar ist, dass sie keines natürlichen Todes gestorben ist.
War es Selbstmord, ein Unfall oder gar Mord? Marion Kugler war eine
auffallende Schönheit und trotzdem eine unauffällige Person. Die Auskünfte
über sie ergeben nur ein vages Dossier. Sie arbeitete als Laborantin in
einem Chemiewerk. Mit ihrer Freundin Paula hat sie sich eine Wohnung
geteilt. Der in einem exklusiven Seniorenheim lebende Vater wurde von ihr
großzügig unterstützt, und in ein paar Wochen wollte sie mit ihrer Freundin
nach Neuseeland auswandern. - Woher aber oder von wem bekam sie das Geld
dafür?

Gert Prokop, geboren 1932 in Vorpommern, lebte in Berlin. Seit 1971, nach
Tätigkeiten als Redakteur und Dokumentarist, freischaffender Autor von
Krimis, Science-fiction-Geschichten, Fernsehfilmen, Hörspielen und
Kinderbüchern. Seine literarischen Figuren wie der Stardetektiv Timothy
Truckle oder der Kinderdetektiv Pinkie wurden zu Lieblingsfiguren mehrerer
Generationen in der DDR. Der Krimi "So blond, so schön, so tot" - 1994
erschienen - wurde Gert Prokops letzte Veröffentlichung. Der Autor schied im
Alter von 61 Jahren aus dem Leben.


Dienstag, 20.06.; 22.00 Uhr
Hörspiel

Zum 65. Geburtstag von Dieter Mann am 20. Juni:
EHRENHÄNDEL
von Günter Kunert

Dauer: 	59’40 / MONO
Regie: 	Wolfgang Schonendorf
Produktion: 	Rundfunk der DDR 1972

Mitwirkende:
Heine	Jürgen Holtz
Steege	Dieter Mann
Traxel	Klaus Piontek
Müllner	Hans-Joachim Hanisch
Bergon	Jürgen Kluckert
Notar	Gerd Ehlers
Bornstedt	Gerd-Michael Henneberg
Mathilde	Marianne Wünscher
Mignet	Wolfgang Greese
Sprecher der Texte aus der
Vorrede "Französische Zustände": 	Norbert Christian

Der nach Paris emigrierte Dichter Heinrich Heine kommt durch seine Kritik an
der politischen Situation in Deutschland in Schwierigkeiten. Hinter einer
belanglosen Duellaffäre um die Geliebte Grisette scheint sich ein
gefährlicher politischer Mordanschlag zu verbergen: Hinweise und gewisse
Zusammenhänge lassen vermuten, dass eine Gruppe preußischer Offiziere den
verhassten, überlegenen Dichter Heine aus der Welt schaffen will.

Dieter Mann wurde am 20. Juni 1941 in Berlin geboren. 1964 holte Friedo
Solter den Absolventen der Schauspielschule Berlin ans Deutsche Theater, wo
er seinen ersten großen Erfolg als Wolodja in Viktor Rosows »Unterwegs«
feierte. Der junge Dieter Mann war außerdem u.a. in der Titelrolle
von »Clavigo« und als Edgar in »Die neuen Leiden des jungen W.« zu sehen und
führte gelegentlich Regie. Von 1984 bis 1991 übernahm Dieter Mann die
Intendanz des Deutschen Theaters. In dieser Zeit holte er u.a. Frank Castorf
und Heiner Müller als Regisseure an das Haus. Wichtige Rollen der letzten
Jahre waren Julian in Hofmannsthals »Der Turm«, Wehrhahn in »Der
Biberpelz« und Odysseus in Botho Strauß »Ithaka« und am Staatsschauspiel
Dresden die Titelrolle in »Wallenstein«. Am Deutschen Theater ist Mann
derzeit als Johann Wilhelm Möbius in Dürrenmatts »Die Physiker« (Regie:
András Fricsay), als General Irrigua in »Ein Klotz am Bein« von Georges
Feydeau sowie als James Tyrone in Eugene O´Neills »Eines langen Tages Reise
in die Nacht«, (beide Regie: Thomas Schulte-Michels) zu sehen. Die Rolle des
Gajew in Tschechows »Der Kirschgarten« (Regie: Barbara Frey) ist seine
Abschiedsrolle, bevor er aus dem festen DT-Ensemble ausscheidet. Als
Ehrenmitglied seit seinem 40jährigen Bühnenjubiläum 2004 bleibt er dem Haus
verbunden.
Außerdem sind über 70 Film- und Fernsehproduktionen sowie diverse
Hörfunkaufnahmen mit ihm entstanden, u. a. die DEFA-Filme: "Berlin um die
Ecke" (65; UA 87), "Ich war neunzehn" (67), "Wie heiratet man einen König"
(68), "Lotte in Weimar" (74/75), "Die Leiden des jungen Werther" (75), "Das
Versteck" (76/77), "Brandstellen" (77), "Glück im Hinterhaus" (78/79) sowie
die Fernsehfilme "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (68),
"Rottenknechte" (69/70), "Die sieben Affären der Doña Juanita" (72/73),
"Levins Mühle" (79/80) u.v.a.
Sein literarischer Soloabend „Fülle des Wohllauts“ (Regie Marcus Mislin)
wurde von der Theaterkritik für den Friedrich-Luft-Preis vorgeschlagen.


Freitag, 23.06.; 22.30 Uhr
Komödie

PLANET PORNO - DIE HEIMATGALA
von Patrick Wengenroth

Dauer: 52'26
Ton: 	Jean Szymczak
Regie: 	Patrick Wengenroth, Katrin Moll
Produktion: 	DLR Kultur 2005

Mitwirkende:
Heino, Catterfeld	Verena Unbehaun
Becker, Gottschalk, Westernhagen	Loretta Stern
Kahn, Zadek, Setlur	Vivien Mahler
Schaffrath, Merkel, J-Luv	Sebastian Weber
Instrumentalsolist, (Klavier):	Matze Kloppe


Planet Porno ist Label, Serie, Produktionsgemeinschaft - und ungefilterte
Realität. In dem von Wengenroth entwickelten Theater-Show-Format werden
Originalzitate aus Interviews, Fernsehauftritten und Autobiographien
collagiert. Die Heimatgala ist ein Destillat deutscher Gefühlswelten, ein
"best of" der Selbstdarstellungen bekannter Zeitgenossen. Und die heimische
Prominenz legt ihre Seele blank: "Mein Turnier heißt jetzt Leben" - "Während
eines Pornodrehs an Gott zu denken ist unmöglich" -"Die Trennung von meiner
Frau hatte nichts mit ihrer Person zu tun". Planet Porno, ein ordentliches
Stück Heimat, mit viel Gesang, von Matze Kloppe am Klavier begleitet und mit
noch mehr Gefühl.

Patrick Wengenroth, der 1976 geboren wurde, arbeitet an verschiedenen
Theaterprojekten. Seit Sommer 2005 ist er Hausregisseur am Volkstheater
Wien, wo er die neue Studiobühne leitet.


Sonntag, 25.06.; 08.05 Uhr
Figarinos Kinderhörspiel

RUMPELSTILZCHEN	ab 5 Jahren
von den Brüdern Grimm
Funkbearbeitung: Margarete Neumann

Dauer: 	44’25
Ton: 	Klaus Bechstein
Komposition: 	Hans Joachim Geisthardt
Regie:	 Uwe Haacke
Produktion: 	Rundfunk der DDR 1961

Mitwirkende:
Rumpelstilzchen	Peter Pilz
Anne	Heidi Mareck
König	Peter Domisch       u a.

Rumpelstilzchen - ein böser Zwerg - haust tief im Walde. Er ist es leid,
alle Arbeit selbst zu tun und will sich einen Knecht verschaffen: Ein
kleines, willfähriges Wesen, das ihm sein Feuer versorgt. Deshalb fasst er
einen Plan: Seine Gabe, Stroh zu Gold zu spinnen, spricht er der
Müllerstochter zu und verkuppelt sie so mit dem König. Als Dank muss die
Müllerstochter ihm ihr erstes Kind versprechen. Als sie sich weigert, ihr
Söhnlein herzugeben, lässt er sich erweichen und setzt ihr eine letzte
Frist...


Sonntag, 25.06.; 22.00 Uhr
Kriminalhörspiel

Zum 65. Geburtstag von Otto Sander am 30. Juni - als Cyrus und Harry Armstro
ng in:
DROHUNG BEI MONDLICHT
von Patrick Hamilton
aus dem Englischen von Willy H. Thiem

Hörspielbearbeitung: 	Edine Priegnitz
Dauer: 	54’29
Ton: 	Dietmar Hagen
Regie:	Klaus Zippel
Produktion: 	MDR 1992

Mitwirkende:
George Longford	Jürgen Hentsch
Sir Charles Waterbury	Eberhard Esche
Cyrus Armstrong / Harry Armstrong	Otto Sander
Mrs. Armstrong	Gudrun Ritter

Ein Engländer in mittleren Jahren von eher einsiedlerischen Gewohnheiten,
als abgeschirmter Gast im Haus eines vermögenden Freundes wohnend, bekommt
den unverhofften Besuch fremder Leute. Sie konfrontieren ihn mit
Forderungen, denen gegenüber höfliche Ablehnung und der distanzierende
Schutzwall guter Manieren nichts ausrichten.
Zeitgeschichtlicher Hintergrund dieses Kriminalstückes von Patrick Hamilton
ist das Jahr 1933 in England. Auf dem Kontinent scheinen sich neue
politische Konstellationen zu einer weltweiten Bedrohung auszuwachsen.
Patrick Hamilton (1904-1962), englischer Romancier, Stücke- und
Hörspielschreiber, geboren in Sussex, weltbekannt geworden durch seine
Bühnenstücke "Rope" - dt. "Cocktail für eine Leiche" (1929) - 1948 von
Alfred Hitchcock verfilmt - und "Gaslicht" (1938) - 1944 mit Ingrid Bergmann
und Charles Boyer verfilmt. Hamilton starb 1962 an Leberzirrhose.


Dienstag, 27.06. 22.00 Uhr
Hörspiel

Klassik: Jetzt!
DER HOFMEISTER oder VORTEILE DER PRIVATERZIEHUNG
von Jakob Michael Reinhold Lenz

Hörspielbearbeitung: 	Heide Böwe
Dauer:	ca. 72’00 / ERSTSENDUNG
Ton: 	Dietmar Hagen
Komposition:	Sebastian Hilken
Regie: 	Leonhard Koppelmann
Produktion: 	MDR 2006

Mitwirkende:
Herr von Berg, Geheimer Rat	Jürgen Hentsch
Der Major, sein Bruder	Horst Hiemer
Die Majorin	Hille Darjes
Gustchen, ihre Tochter	Carmen Birk
Fritz von Berg	Alexander Khuon
Graf Wermuth	Horst Kotterba
Läuffer, ein Hofmeister	Boris Aljinovic
Pätus, Student	Lars Rudolph
Bollwerk, Student	Jörg Malchow
Herr von Seiffenblase	Götz Schulte
Wenzeslaus, ein Schulmeister	Ernst Jacobi
Marthe, alte Frau	Erika Grajena
Lise	Heike Warmuth
Der alte Läuffer, Stadtprediger	Walter Jaßlauk
Leopold, ein Kind	Carl Heinrich
Herr Rehaar, Lautenist	Wolf-Dietrich Sprenger


Zur Zeit des Rokoko spielt Lenzens Skandalstück, das die Misere von
Lebensumständen kritisiert, welche der livländische Pfarrerssohn und
genialische Jugendfreund Goethes aus eigener Erfahrung kennt: Der studierte,
junge Läuffer muss sich in demütigender Weise als „Hofmeister“ bei dem
adligen Major von Berg verdingen. Als Privaterzieher - halb Domestik und
damit Außenstehender - ist ihm nicht nur ein noch unmündiger Sohn, sondern
auch die schwärmerisch veranlagte Tochter Gustchen anvertraut. Als das
Mädchen von ihm schwanger wird, flüchtet Läuffer unter falschem Namen in das
Haus des schrulligen Dorfschullehrers Wenzeslaus. In seinem Asyl gerät er
vom Regen in die Traufe! Was der von ihm bewunderte Schullehrer in seiner
furchtbaren Askese geistig an sich selbst vollzog, setzt Läuffer
schließlich, um seine sexuellen Triebe abzutöten, handgreiflich an seinem
Körper in die Tat um: er kastriert sich. Am Ende der Komödie häufen sich die
‚Glücksfälle’ aufs beste: Während Läuffer sich mit der Dorfschönen Lise
zusammentut, die sich an seinem Eunuchentum nicht stört, wird die
verlorengeglaubte Tochter von Berg samt ihrem Kind wieder in die Familie
aufgenommen und von ihrem Cousin Fritz geheiratet.
Die 1774 anonym erschienene Tragikomödie hielt die aktuelle Kritik eine Zeit
lang für ein Werk Goethes. 1778 fand ihre Uraufführung durch die
Schauspielergesellschaft Schröders in Hamburg statt. Eine Bearbeitung des
Stückes von Bertolt Brecht wurde 1950 aufgeführt.

Jakob Michael Reinhold Lenz, geboren am 12.1.1751 in Seßwegen, Livland
(heute Lettland). Hofmeister in Straßburg, wo er Goethe begegnete. 1776
Aufenthalt in Weimar, danach führte er ein unruhiges Wanderleben. 1792 starb
er, geistesgestört, in tiefstem Elend, in Moskau.
Werke: „Anmerkungen über das Theater“; „Der Hofmeister oder Vorteile der
Privaterziehung“ (Komödie), „Der neue Menoza oder Die Geschichte des
cumbanischen Prinzen Tandi“ (Komödie) 1774, „Die Soldaten“ (Komödie) 1776;
„Pandämonium Germanicum“ (postum) 1819.



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