[ECHO] Hörspiele bei MDR FIGARO im FEBRUAR 2006
Ronny Rahde
ronny.rahde at blindzeln.de
Son Feb 5 20:42:14 CET 2006
Hörspiele bei MDR FIGARO im FEBRUAR 2006
FIGARINOS KINDERHÖRSPIEL
Sonntag, 05.02.; 08.05 Uhr
JUNGFRAU MALEEN
von Holger Teschke
nach dem Märchen der Brüder Grimm
DLR Berlin 2003- 47‘05
Sonntag, 12.02.; 08.05 Uhr
LIEBE GRÜSSE DEIN COCO
von Rudolf Herfurtner
HR/SDR 1995- 40'51
Sonntag, 19.02.; 08.05 Uhr
Zum 85. Geburtstag von Ludvik Askenázy am 24. Februar:
WÜTERICH, DER GUTE FREUND
Kurzhörspiel von Ludvik Askenázy
SDR 1986- 23’50
DIE SCHWARZWEISSE GESCHICHTE
Kurzhörspiel von Ludvik Askenázy
SDR/NDR 1984- 24'45
Sonntag, 26.02.; 08.05 Uhr
DER HAHNENSTEIN
nach der Novelle "Gockel, Hinkel und Gackeleia" von Clemens von Brentano
Funkbearbeitung: Waltraut Meienreis
RUNDFUNK DER DDR 1977 - 44‘57
KRIMI
Sonntag, 05.02.; 22.00 Uhr
SCHUSS AUF EIN ZAHNRAD
von Thomas Andresen
WDR/SFB 1973- 44’00
Sonntag, 12.02.; 22.00 Uhr
Zum 75. Geburtstag von Janwillem van de Wetering:
DAS GEBURTSTAGSGESCHENK
von und mit Janwillem van de Wetering
aus dem Englischen von Jürgen Bürger
SDR 1994- 54’21
Sonntag, 19.02.; 22.00 Uhr
KOPFJAGD
von Michael Brett
aus dem Englischen von Clemens Badenberg
SDR 1974- 54’30 / MONO
Sonntag, 26.02.,22.00 Uhr
DER SONDERBARE TAG DES LORD GRIMSBY
von Herbert Leger
Radio Bremen 1959- 55’25
HÖR-SPIEL-ZEIT
Dienstag, 07.02.; 22.00 Uhr
Zum 75. Geburtstag von Thomas Bernhard am 9. Februar:
DAS KALKWERK
Nach dem Roman von Thomas Bernhard
Deutschlandradio Berlin/SWR 2001- 88’55
Dienstag, 14.02.; 22.00 Uhr
WESPEN IM SCHNEE
Gisela Elsner und Klaus Roehler
Eine Hörspielcollage von Hans Bräunlich
MDR 2006- 90’00 / URSENDUNG
Dienstag, 21.02.; 22.00 Uhr
Zum 100. Geburtstag von Friedrich Karl Kaul:
DER WEG INS NICHTS
von Friedrich Karl Kaul
Berliner Rundfunk 1949- 53’53 / MONO
Anschließend:
FRIEDRICH KARL KAUL - STARJURIST, SCHRIFTSTELLER, MEDIENFIGUR
Ein Porträt
Dienstag, 28.02., 22.00 Uhr
FORTUNE ODER DIE TÜCKE DES OBJECTS
von Ingomar von Kieseritzky
MDR 2003- 46’33
KOMÖDIE
Freitag, 10.02.; 22.30 Uhr
STRIPPED. EIN LEBEN IN KONTOAUSZÜGEN
von Stefan Weigl
WDR 2004- 47’03
Sonntag, 05.02.; 08.05 Uhr
Figarinos Kinderhörspiel
JUNGFRAU MALEEN von Holger Teschke
nach dem Märchen der Brüder Grimm
Dauer: 47‘05
Ton: Bernd Friebel
Komposition: Lutz Glandien
Regie: Barbara Plensat
Produktion: DLR Berlin 2003
Mitwirkende:
Prinzessin Maleen Frauke Poolman
Prinz Hans Bastian Trost
Prinzessin Edelgard Anna Thalbach
Kammerjungfer Luise Tilla Kratochwil
Fledermaus Arabella Ute Willing
Koch Boris Aljinovic
König Otto Klaus Herm
König Heinrich Bernd Stegemann
Prinzessin Maleen ist verliebt in Prinz Hans. Prinz Hans bittet König Otto
um Maleens Hand. Doch König Otto sagt nein, er hat seine Tochter einem
anderen versprochen und lässt sich durch kein Bitten und Flehen überreden.
Prinzessin Maleen aber lehnt jeden anderen Prinzen ab. Da sperrt König Otto
sie in einen dicken Turm, hier soll sie sich ein Jahr lang mit ihrer Zofe
eines Besseren besinnen. Das Jahr ist längst vergangen, die Vorräte gehen zu
Ende, doch kein König öffnet den Turm. Fledermaus Arabella, die auch im Turm
wohnt, schaut nach, was da passiert ist. Das ganze Reich von König Otto ist
vernichtet. Prinzessin Maleen und ihre Zofe befreien sich mühsam aus dem
Turm und suchen eine neue Bleibe. Der Zufall führt sie an den Königshof von
Prinz Hans.
Holger Teschke, geboren 1958 in Bergen/Rügen, lebt als freischaffender Autor
in Berlin und New York, schreibt Lyrik, Dramatik, Hörspiele und Prosa.
Sonntag, 05.02.; 22.00 Uhr
Kriminalhörspiel
SCHUSS AUF EIN ZAHNRAD
von Thomas Andresen
Dauer: 44’00
Regie: Heinz Wilhelm Schwarz
Produktion: WDR/SFB 1973
Mitwirkende:
Pinkas Braun,
Peter René Körner,
Johanna von Koczian
Günter Strack
Volker Lechtenbrink
Vinzenz Krüger hat Millionen verdient - mit Zahnrädern. Als
vielbeschäftigter Mann scheint er nicht zu bemerken, dass seine Frau Vera
für seinen Neffen Mathäus mehr als nur Sympathie empfindet. Eines Abends
taucht Vinzenz bei einem alten Freund, dem Barbesitzer Bardelehner auf und
will eine Pistole kaufen. Der Grund dafür scheint klar zu sein.
Thomas Andresen, geboren am 19.9.1934 in Flensburg, war zunächst Facharzt
für innere Medizin und arbeitete als Oberarzt an einer Flensburger Klinik,
begann jedoch bereits während des Studiums zu schreiben und gehörte schon
bald zur ersten Garnitur deutscher Krimi-Autoren. Thomas Andresen schrieb
außerdem zahlreiche Hörspiele, besonders für den WDR. Nicht wenige seiner
Kriminalromane wurden auch erfolgreich vom Fernsehen verfilmt. Thomas
Andresen starb am 20.10.1989 in Flensburg.
Dienstag, 07.02.; 22.00 Uhr
Hörspiel
Zum 75. Geburtstag von Thomas Bernhard am 9. Februar:
DAS KALKWERK
Nach dem Roman von Thomas Bernhard
Hörspielbearbeitung: Ulrich Gerhardt
Dauer: 88’55
Ton: Peter Kainz
Regie: Ulrich Gerhardt
Produktion: Deutschlandradio Berlin/SWR 2001
Mitwirkende:
Ulrich Matthes
Der Kalkwerksbesitzer Konrad arbeitet seit mehreren Jahren an einer Studie
über das Gehör, "das philosophischste aller Sinnesorgane". Seine an den
Rollstuhl gefesselte Frau wird zum Objekt seines Experiments, das Unhörbare
zu hören, das Erkannte mitzuteilen. Die allein auf "Wörterverkehr" gestellte
Kommunikation mündet in "exemplarische Wortlosigkeit". Das Paar lebt in
einem schrecklichen Idyll, in dem der Alltag durch das Zwangsverhältnis
unerträglich wird. Heiligabend erschießt Konrad seine verkrüppelte Frau.
Zwei Tage später wird er verstört und halb erfroren in einer ausgetrockneten
Jauchegrube gefunden.
Thomas Bernhard, geboren 1931 in Heerlen bei Maastricht, gestorben1989 in
Oberösterreich, der "große Unbequeme der österreichischen Literatur",
veröffentlichte seit 1957 Lyrik, Prosa und Dramatik. 1970 erhielt er den
Georg-Büchner-Preis. Fast alle Bühnenstücke wurden unter der Regie von Claus
Peymann uraufgeführt.
Freitag, 10.02.; 22.30 Uhr
Komödie
STRIPPED. EIN LEBEN IN KONTOAUSZÜGEN
von Stefan Weigl
Dauer: 47’03
Ton: Olaf Dettinger
Komposition: Holosud
Regie: Thomas Wolfertz
Produktion: WDR 2004
Mitwirkende:
A Milberg, Axel
B Esther Hausmann
C Andreas Grothgar
D Cathlen Gawlich
Kontoauszüge Hüseyin Cirpici
Fachmann, O-Ton Wolf Lotter
STRIPPED: Ein Mensch zieht sich aus - und alle hören zu. Kontoauszüge bilden
die Höhen und Tiefen deines Lebens seismografisch genau ab. Lügen.
Schönreden. Hinbiegen. Aufbauschen. Verniedlichen. Verharmlosen. Verdrängen.
Vergessen. Vergiss es! Deine Bank sieht dich nackt. So nackt, wie dich sonst
keiner sieht. Für STRIPPED zieht sich ein Mensch vor den Ohren der
Öffentlichkeit aus und erzählt sein Leben in Kontoauszügen. Dieser Mensch
ist der Autor selber. Ein Experiment mit (immer noch) ungewissem Ausgang.
Stefan Weigl, geboren 1962 in München, lebt in Köln und arbeitet als Autor
für Hörfunk, Film und Fernsehen. STRIPPED ist sein erstes Hörspiel, es wurde
gefördert mit einem Stipendium der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, erhielt
den Hörspielpreis der Kriegsblinden 2004 und erschien 2005 als Hörbuch bei
Random House Audio.
Sonntag, 12.02.; 08.05 Uhr
Figarinos Kinderhörspiel
LIEBE GRÜSSE DEIN COCO ab 6 Jahren
von Rudolf Herfurtner
Dauer: 40'51
Ton: Helmut Becker
Komposition: Thomas Kohlwein
Regie: Götz Fritsch
Produktion: HR/SDR 1995
Mitwirkende:
Vater Thomas Thieme
Mutter Ulrike Bliefert
Kiki Saskia Buggert
Elisabeth Laura Marino
Storch/Maus/Schwan/Coco Thomas Thieme
Coco ist ein Wellensittich, besser gesagt, war ein Wellensittich. Vater hat
nämlich die Balkontür offenstehen lassen, und Coco ist entflogen. Kiki, die
ältere der beiden Schwestern, muss lange weinen. Vater und Elisabeth können
sie nicht trösten. Der Wellensittich ist und bleibt verschwunden. Eines
Tages erhält Kiki einen Brief. Einfach so. Absender: "Dein Storch". Dieser
Storch schreibt, wie Coco plötzlich in sein Nest geflogen kommt und sich bei
ihm ausruht. "Erst erzählte er von Dir, Kiki. Er hätte es gut gehabt bei
Dir, sagte er. Aber es war auch immer eine Sehnsucht in ihm. Er träumte von
einem Land, wo es keinen Käfig gibt. Und dieses Land war weit." Kiki bekommt
in den folgenden Tagen weitere Briefe, von einer Maus, einem Schwan und
schließlich von Coco höchstpersönlich. Coco durchreist die Elemente Wasser,
Erde und Luft, bis er schließlich das Paradies, das Land der Wellensittiche,
erreicht.
Rudolf Herfurtner, geb. 1947, lebt als freier Autor in München. Seit 1973
veröffentlichte er viele Theaterstücke, Romane und Hörspiele für Kinder und
Jugendliche. Zahlreiche Auszeichnungen.
Sonntag, 12.02.; 22.00 Uhr
Kriminalhörspiel
Zum 75. Geburtstag von Janwillem van de Wetering:
DAS GEBURTSTAGSGESCHENK
von und mit Janwillem van de Wetering
aus dem Englischen von Jürgen Bürger
Dauer: 54’21
Ton: Klaus Hoeness
Regie: Hartmut Kirste
Produktion: SDR 1994
Mitwirkende:
Onkel Manfred Steffen
Heinz Maximilian Wigger
Fred Matthias Ponnier
Arlette Verena von Behr
Hetzel Peter Rühring
Stertz Gerd Andresen
Erzähler Janwillem van de Wetering
Nachtdienst in einer Polizeileitstelle. Der junge Beamte Heinz nimmt Notrufe
entgegen. Da meldet sich - über die 110 - sein alter Onkel Franz. Aber es
ist offenbar keine dringliche und schon gar keine polizeiliche Sache, eher
ein privater Plausch. Denn beide, Heinz und Franz, haben an diesem Tag
Geburtstag. Was freilich noch lange kein Grund ist, über die Notrufleitung
ein Schwätzchen zu halten, meint Heinz. Aber der Onkel mag sich nicht
abwimmeln lassen, zwar läge kein Notfall vor, aber was nicht ist, könne ja
noch kommen.
Allmählich wird klar, dass Onkel Franz etwas im Schilde führt. Und das hat
anscheinend mit einer schönen jungen Frau zu tun und ihrem "Beschützer" aus
dem Rotlichtmilieu. Als die beiden vor dem Haus des Onkels auftauchen, ist
rasch ein Anlass gefunden, polizeilich einzugreifen.
Dienstag, 14.02.; 22.00 Uhr
Hörspiel
WESPEN IM SCHNEE
Gisela Elsner und Klaus Roehler
Eine Hörspielcollage von Hans Bräunlich
Dauer: 90’00 / URSENDUNG
Ton: N.N.
Komposition: N.N.
Regie: N.N.
Produktion: MDR 2006
Mitwirkende: N.N.
Am 27. November 1954 lernt der vierundzwanzigjährige Poet Klaus-Dieter
Roehler auf einem Erlanger Studentenball die siebzehnjährige Schülerin
Gisela Elsner aus Nürnberg kennen. Am Tag darauf schreibt er ihr zum ersten
Mal und bittet um ein Treffen. Am 2. Dezember antwortet sie ihm. Eine
Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang, die den Flüchtlingssohn und die
Siemens-Direktorentocher ein paar Jahre später zum „Traumpaar der ‚Gruppe ’
47’“ werden lässt. Zwei, die sich gefunden haben, in linker Rebellion gegen
die kleinbürgerlichen Verhältnisse der Adenauer-Ära und des
Wirtschaftswunders, wie gegen ihre Eltern, die die wenig standesgemäße
Verbindung beenden wollen. Gemeinsam erleben sie die ersten
schriftstellerischen Erfolge - so mit dem von beiden verfassten Buch
„Triboll. Lebenslauf eines erstaunlichen Mannes“ - und etablieren sich als
Familie: am 11. Mai 1959 wird Sohn Oskar geboren. Doch die Kehrseite der
emanzipatorischen Dauer-Anspannung ist immer öfter Destruktivität.
Zerwürfnisse nehmen überhand, das Enfant terrible findet nicht mehr in den
Alltag zurück. Am 12. Februar 1963 wird die Ehe geschieden. - Aus ihren
privaten Briefen, aus Dokumenten, Erinnerungen und Zeitzeugenberichten setzt
sich eine „Romeo und Julia“-, eine „Kabale und Liebe“-Geschichte zusammen,
gerade erst fünfzig Jahre her und mitten im bundesrepublikanischen
Nachkriegsdeutschland. Eine Geschichte von der Liebe, und wie sie
verunglücken kann.
Gisela Elsner,1937 - 1992. Klaus Roehler, 1929 - 2000.
Hans Bräunlich, geboren 1949 in Berlin, Buchhändler, danach Arbeit in
Verlagen. Studium der Kulturwissenschaften. Seit 1965 Dramaturg beim
Rundfunk der DDR, später beim Deutschlandsender Kultur, zuletzt
DeutschlandRadio Berlin. Er schrieb zahlreiche Hörspiele sowie
Hörspielbearbeitungen nach epischen und dramatischen Vorlagen.
Sonntag, 19.02.; 08.05 Uhr
Figarinos Kinderhörspiel
Zum 85. Geburtstag von Ludvik Askenázy am 24. Februar:
WÜTERICH, DER GUTE FREUND ab 5 Jahren
Kurzhörspiel von Ludvik Askenázy
Dauer: 23’50
Regie: Raoul Wolfgang Schnell
Produktion: SDR 1986
Mitwirkende:
Erzähler Raoul Wolfgang Schnell
Joschko Pierre Franckh
Die Bäuerin Klobutschek Grete Wurm
Janko, der Brunnenwüterich Peter Capell
Prinzessin Liduschka Nina Danzeisen
Ein Herold Peter Fricke
Ein Gardist Tobias Lelle
"Die Slowakei ist ein kleines Land mit vielen Quellen, alten Mauern,
grünlichen Wolken und tiefen Brunnen." - In diesem Land erzählt man gerne
Märchen und Geschichten, die zwar oft genug traurig beginnen, fast alle aber
ein gutes Ende nehmen. So auch die Geschichte von Joschko Husarek, der ein
armes Waisenkind war und von seiner Bäuerin mehr Prügel als zu essen bekam.
Wie soll nun Joschko seinem traurigen Dasein entrinnen? Indem er die
unleidliche Bäuerin in den alten Brunnen lockt und sie nicht wieder
herauslässt. Indem er statt dessen den Brunnenwüterich Janko ans Tageslicht
befördert und mit ihm Freundschaft schließt. Indem er den Brunnenwüterich
bittet, ihm ein halbes Königreich zu beschaffen. Indem der Brunnenwüterich
nun die Königstochter wütend macht und Joschko Husarek sie mit Gedichten
wieder besänftigt und dafür nicht nur ein halbes Königreich, sondern sogar
auch noch die schöne Prinzessin erhält.
DIE SCHWARZWEISSE GESCHICHTE ab 5 Jahren
Kurzhörspiel von Ludvik Askenázy
Dauer: 24'45
Ton: Walter Jost
Regie: Raoul Wolfgang Schnell
Produktion: SDR/NDR 1984
Mitwirkende:
Der Erzähler Raoul Wolfgang Schnell
Der König Klaus Herm
Ali, der Kammerdiener Robert Rathke
Der junge Ali Friedrich Briesemeister
Die Stimme der Palme Irene Marhold
Die Stimmen der Teiche Maria Wiecke, Sonja Hoss
Die Schicksalfrau, eine sehr alte Clara Walbröhl
Und eine junge Stimme Brigitte Horn
Ein Wächter Walter Kreye
Fatima, des Königs Tochter Sabine Wegner
Außerdem: Fritz Bachschmidt, Franz Böhm, Kurt Buecheler, Wolfgang Höper,
Walter Renneisen, Nadja Böhm, Tanja Hornung, Nele Oberschelp, Danja Wiechert
Ein kleiner jemenitischer König - so beginnt dieses Märchen - hatte eine
wunderschöne Tochter, sie hieß Fatima und war des Königs Augapfel. Eines
Nachts nun träumte dem König, dass Ali, sein getreuer Kammerdiener mit
Fatima, seiner Tochter, in einer Hochzeitskutsche davonführe. - Ist die
Wahrheit ein Traum oder der Traum eine Wahrheit? Jedenfalls ... so gern der
König seinen treuen Diener auch hatte, so hatte er seine Tochter natürlich
noch viel lieber, und niemals hätte er die zierliche kleine Fatima Ali zur
Frau gegeben, denn Ali war alt und nicht besonders schön. Also schickte er
ihn schweren Herzens fort zu den Bergen jenseits der Wüste, damit sein Traum
sich nicht bewahrheitete. - Aber was wäre das für ein Märchen, in dem aus
Schwarz nicht Weiß, aus Alt nicht Jung und aus Häßlich nicht Schön werden
könnte ?
Ludvik Askenázy, am 24. Februar <http://de.wikipedia.org/wiki/24._Februar>
1921 <http://de.wikipedia.org/wiki/1921> in ?eský T?šín
<http://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cesk%C3%BD_T%C4%9B%C5%A1%C3%ADn>
(Tschechoslowakei <http://de.wikipedia.org/wiki/Tschechoslowakei>) geboren.
Schriftsteller, Filmautor, Journalist, hat neben seinem umfangreichen Werk
für Erwachsene mehrere erfolgreiche Kinderbücher, Märchen und auch Hörspiele
geschrieben. Nach dem 2. Weltkrieg arbeitete er zunächst beim
Tschechoslowakischen Rundfunk. Sein erster großer Erfolg war der Erzählband
„Kinderetüden“ (1955). 1968, nach dem Einmarsch der
"Warschauer-Pakt-Truppen" in die damalige ?SSR, emigrierte er in die
Bundesrepublik Deutschland und lebte bis 1976 in München. Dann ließ er sich
mit seiner Frau, Leonie Mann-Aškenazy, der Tochter des deutschen
Schriftstellers Heinrich Mann, in Bozen nieder, wo er am 18. März 1986
starb.
Ludvik Askenázys Hörspiel "Auf eigene Rechnung" bekam 1964 den "Preis des
italienischen Rundfunks". 1977 wurde er für sein Kinderbuch „Wo die Füchse
Blockflöte spielen“ mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet.
Sonntag, 19.02.; 22.00 Uhr
Kriminalhörspiel
KOPFJAGD
von Michael Brett
aus dem Englischen von Clemens Badenberg
Dauer: 54’30 / MONO
Regie: Dieter Carls
Produktion: SDR 1974
Mitwirkende:
Gordon Marks Wolfgang Hoeper
Christine Marks Heidemarie Rohweder
Sergeant Cooper Jürgen Prochnow
Kriminalinspektor Blake Siegfried Lowitz
Charlie Jennings Wolfgang Schwalm
Bruce Wakefield Hans Timerding
Rosemary Steele Irene Marhold
Telefonistin Gabriele Laske
Inspektor Marleby Harald Baender
Olive Simons Karin Schroeder
Dr Warwick Klaus Barner
Alberto Fiori Antonio de Montis
Polizist + Wärter Uwe Jens Pape
Chefinspektor Middleton Dieter Eppler
John Shaw Jürgen Thormann
Weil Gordon Marks die Theaterkarten zu Hause liegen gelassen hat und mit
seiner Frau noch einmal in die Wohnung zurückmuss, wird Charlie Jennings,
ein kleiner Ganove, beim Diebstahl eines ziemlich wertlosen Bildes aus ihrer
Privatgalerie erwischt. Bei seiner Vernehmung erklärt er, ein Unbekannter
habe ihm den Auftrag dazu gegeben. Inspektor Blake, ein eiskalter Routinier,
stößt bei seinen Ermittlungen auf eine merkwürdige Tatsache: Schon
wiederholt wurden in den letzten Jahren Bilder dieses relativ unbekannten
Malers gestohlen. Im Zusammenhang mit den Diebstählen tauchte immer wieder
der Name der Fiori Gang auf, einer gefährlichen Bande von Mördern und
Erpressern.
Dienstag, 21.02.; 22.00 Uhr
Hörspiel
Zum 100. Geburtstag von Friedrich Karl Kaul:
DER WEG INS NICHTS
von Friedrich Karl Kaul
Dauer: 53’53 / MONO
Ton: Erich Matthias
Künstlerische Aufnahmeleitung: Hans-Bodo von Dincklage; Hans Joachim Klooß
Komposition: Herbert Trantow
Regie: Alfred Braun
Produktion: Berliner Rundfunk 1949
Mitwirkende:
Fritz Bonderson Walter Blum
seine Mutter Renée Stobrawa
Oberst Schwertfeger Paul Wagner
Generaldirektor Gotthardt Alfred Braun
Prokurist Kurt Vespermann
Kapitän Girard Wolfgang Kühne
Rehfisch Wilhelm Krüger
Redakteur Wagner Franz Kutschera
Untersuchungsrichter Günter Hadank
Verteidiger Paul Günter
Das Hörspiel beruht auf Tatsachen des Falles Bullerjahn: „Deutschland im
November 1930. Es gibt zweieinhalb Millionen Arbeitslose; ebenso
Notverordnungen. Fritz Bonderson sitzt seit fünf Jahren. In einem
Indizienprozess wurde er im Juni 1925 vom Reichsgerichtshof wegen
Landesverrat zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.“
Durch Umgehung des Versailler Vertrages produziert und lagert
Generaldirektor Gotthardt von der Berlin-Mannheim-Maschinen-AG Waffen für
die Reichswehr. Bonderson weiß als Lagerarbeiter der Maschinen-AG von dieser
Manipulation. Unter dem Vorwand, die Waffenverstecke an die französische
Kontrollkomission verraten zu haben, muss er für lange Zeit verschwinden.
Anschließend:
FRIEDRICH KARL KAUL - STARJURIST, SCHRIFTSTELLER, MEDIENFIGUR
Ein Porträt
Er war der Staranwalt in der und für die DDR, ihr Vertreter bei großen
politischen Prozessen mit Zulassung auch in Westberlin und der
Bundesrepublik. Er war der Chefjustitiar bei Rundfunk und Fernsehen der DDR,
er war erfolgreicher Schriftsteller und trat mit Ratgebersendungen in beiden
Medien auf. Er liebte schnelle Autos, verbrachte seinen Urlaub gern in den
Lieblingsorten der westlichen Highsociety und hatte keine Scheu vor einem
Playboy-Interview. Er war eine der populärsten Persönlichkeiten der DDR. Zu
hören sind u.a. Ausschnitte vom Auschwitz-Prozess 1964, ein Interview vom
Eichmann-Prozess 1961, Szenen aus einem Hörspiel und Ausschnitte aus der
Fernsehsendung „Fragen Sie Prof. Kaul“.
Sonntag, 26.02.; 08.05 Uhr
Figarinos Kinderhörspiel
DER HAHNENSTEIN ab 6 Jahren
nach der Novelle "Gockel, Hinkel und Gackeleia" von Clemens von Brentano
Funkbearbeitung: Waltraut Meienreis
Dauer: 44‘57
Ton: Erika Schüttauf
Komposition: Hans-Karsten Raecke
Regie: Rüdiger Zeige
Produktion: RUNDFUNK DER DDR 1977
Mitwirkende:
Gockel Werner Godemann
Hinkel Astrid Bless
Gackeleia/Püppchen Ingrid Hille
Alektryo Walther Jäckel
Leichtfuß Siegfried Worch
Faulstrick Werner Hahn
König Fred-Arthur Geppert
Hofmarschall Hans-Jürgen Silbermann
Das Märchen erzählt vom Unglück und Glück einer Familie. Vater Gockel,
Mutter Hinkel und Tochter Gackeleia werden vom König verstoßen, von
Widersachern verfolgt und von persönlichen Fehlern behindert.
Mit Hilfe eines im Familienbesitz befindlichen Zauberringes überwinden sie
jedoch alle äußeren und inneren Hemmnisse und finden ein wahrhaftes
Lebensglück.
Sonntag, 26.02.,22.00 Uhr
Kriminalhörspiel
DER SONDERBARE TAG DES LORD GRIMSBY
von Herbert Leger
Dauer: 55’25
Regie: Klaus Stieringer
Produktion: Radio Bremen 1959
Mitwirkende:
Lord Grimsby Hermann Lenschau
Laura Kent Elisabeth Johannes
Geoffrey Landers Klaus Schwarzkopf
Mrs. Chacun Inge Schmidt
Harvey Erich Keddy
Chefinspektor Coster Josef Dahmen
Inspektor Webb Giselher Schweitzer
Phoebe Sussex Edda Seippel
Mufflebottom Walter Jokisch
Lord Grimsby gilt als gutsituierter, vermögender Landedelmann. Er verfügt
über ein Schloss mit allem dazu notwendigen Dienstpersonal. Dass er auch
sonst noch dem Leben die beste Seite abzugewinnen versucht, zeigt seine
Absicht, Miss Phoebe Sussex zu heiraten. Als Verlobungsgabe soll sie vom
Lord einen Teil des Familienschmucks geschenkt bekommen. Ein Diebstahl der
gesamten Juwelen gibt der Öffentlichkeit Einblick in das wirkliche Leben auf
Grimsby-Hall und in die finanziellen Transaktionen des Lords.
Dienstag, 28.02., 22.00 Uhr
Hörspiel
FORTUNE ODER DIE TÜCKE DES OBJECTS
von Ingomar von Kieseritzky
Dauer: 46’33
Ton: Dietmar Hagen
Komposition: Steffen Schleiermacher
Regie: Walter Niklaus
Produktion: MDR 2003
Mitwirkende:
Sir Keith Meyer Hermann Lause
Lady Liz Meyer Irm Hermann
Sekretär Mr. Jones Philipp Schepmann
Cornelius Jürgen Holtz
Winter Ernst Jacobi
Strehlow Rolf Hoppe
Peter Eckermann Gerd Baltus
Wirt Stenzel Martin Seifert
Weimar 1854. Drei englische Sammler - Sir Keith, Lady Elisabeth und Sekretär
Jones - sind auf Akquisitions-Tour durch Deutschland und landen am
thüringischen Musenhof, um ein paar brauchbare Objekte für ihre in England
geplanten Ausstellungspavillons "Weimarer Interieurs" aufzutreiben. Doch sie
sind spät dran, die Grossen Geister weilen bereits in der nächst besseren
Welt und selbst ihre irdischen Hinterlassenschaften sind gründlich
abgegrast. Was ihnen ihr Reiseführer durch klassische Gefilde, ein
Bibliothekar a.D. namens Strehlow, noch vermitteln kann, sind
Bekanntschaften mit Liebhabern reichlich obskurer Objekte, welche sich zwar
kaufen, jedoch in angemessen würdiger Form keinesfalls präsentieren lassen.
Indes, einer lebt noch, aus der großen alten Zeit, ein Übriggebliebener, der
nach dem Tod seiner Frau Johanna einsame Unterhaltungen mit seinen Vögeln
pflegt: Johann Peter Eckermann. So machen ihm die drei Briten ein
großzügiges Angebot: ein bequemer Pavillon in einem üppigen Park, wo er
sich, umgeben von seinen Lieblingsvögeln, dezent bestaunen lassen kann. Vor
Freude über diese unverhofft herrliche Zukunft allerdings trifft den armen
Eckermann der Schlag... und es ist sehr die Frage, ob sich englisches
Qualitätsbewusstsein mit einem Ersatzmann abspeisen lässt.
Ingomar von Kieseritzky, geboren 1944 in Dresden, lebt seit 1971 als freier
Schriftsteller in Berlin. Verfasser von Romanen und Erzählungen - zuletzt
erschien von ihm der Roman "Da kann man nichts machen" - und einer der
produktivsten deutschen Hörspielautoren, u.a. mit "Die Fragen des Yeti oder
Die Lichtung" (1994), "Der Mord in der Villa Massimo" (1996) und "Cogito in
vitro" (1999). Unter dem Titel "Der Sinnstift" erschien eine Anthologie
seiner Hörspieltexte mit beigefügten Audiokassetten. Für "Das Buch der
Desaster" erhielt er 1989 den Bremer Literaturpreis; sein Hörspiel
"Compagnons und Concurrenten oder Die wahren Künste" wurde 1996 mit dem
Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.
Änderungen vorbehalten